Das Medizinrad und seine Bedeutung 

Hier findet sich ein Überblick über das Sortiment

 

Das Medizinrad ist eines der ältesten Symbole der Menschheit. Es beschreibt den heiligen Kreis des Lebens. Diese Symbole beziehen sich auf ein Leben in Ganzheit. Der Kreis ist ein Schutz-Symbol. Das Medizinrad fällt durch eine Kreuz in der Mitte auf. Diese 4 Abteile stellen unter anderem die 4 Aspekte (emotional, physisch, psychisch und spirituell), Richtungen (Osten, Süden, Westen, Norden), Lebensphasen (Kindheit, Jugend, Erwachsenenzeit und Alter) oder auch Jahreszeiten, Menschenrassen dar. Die Federn unten leiten die gute Energie des Kreises auf uns weiter, auf die Erde. Diese erlesenen, handgefertigten Produkte werden mit Ursprungs-Zertifikat sowie einer deutschen Erklärung des Symbols geliefert. Sie werden sorgfältig von indianischen Kunsthandwerkern der Stämme Ojibway (Chippewa), Navajo und Cherokee hergestellt. 

 

"Das Medizinrad" - Buch von Sun Bear bietet eine gute Einsicht, das Thema ist bei den Indianern jedoch unerschöpflich und je länger man sich damit beschäftigt umso interessanter, faszinierender und facettenreicher wird dieses spirituelle Thema.

Medizinrad und Mandala Symbol Beschreibung

Das Medizinrad ist das grundlegende Symbol der indianischen Spiritualität. Der Kreis ist heilig, er ist wie das Leben, ein Kreis ohne Anfang und ohne Ende. Kreise finden sich überall: die Welt ist rund, Augen, Gesicht, Lagerfeuer, Tipi, Trommeln, Bäume..

Der Kreis gilt als Schutzsymbol, Unerwünschtes bleibt ausserhalb. Mit den Federn oder Wollzöpfen wird die gute Energie und der Schutz des Kreises auf uns geleitet, auf die Erde, ins Hier und Jetzt. Medizinräder haben meistens 4 Speichen. Diese symbolisieren die 4 heiligen Richtungen (Osten, Süden, Westen, Norden). Sie symbolisieren gleichzeitig die 4 Aspekte: mental, physisch, emotional und spirituell. Auch die 4 Jahreszeiten, die 4 Altersstadien der Menschen (Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und Alter) und die 4 Farben der Menschen (weiss, rot, schwarz, gelb). Im Mittelpunkt des Kreises kreuzen sich die 4 Speichen, so wie auch wir unsere Kraft in unserer Mitte finden.

 

Das Mandala hat ein Fell oder Leder im Kreis. Darauf werden Naturprodukte befestigt und/oder Zeichnungen angebracht. Damit werden diese symbolisch in unseren Kreis geholt, also eingeladen an unserem Leben teilzunehmen.

 

Tierbestandteile beziehen sich auf die jeweilige Kraft des Tieres, Holz vermittelt Ruhe, Federn leiten die Energie, Perlen vertreiben mit ihrem Glanz Negatives. Das Schild ist also ein Schutz und eine Mitteilung an das Universum, was wir uns im Leben wünschen.

Fell steht für die Behaglichkeit und Wärme, die wir im Leben erfahren

Pfeilspitzen stehen für das Glück bei der Jagd (oder heute: nach guten Noten, einer Arbeitsstelle oder einem passenden Kleidungsstück),

Pferdehaare repräsentieren Ausdauer und schamanisches Reisen,

Holz vermittelt Ruhe und Wärme.

 

Ein Medizinbeutel wird oft in den heiligen Kreisen angebracht. Es handelt sich um ein Bündel mit Pflanzen, Steinen und anderen Schätzen. Es wird über Jahre aufbewahrt und wird zu einem Speicher unserer Energie. Indianer verwenden darin: Salbei (Reinigung), Zeder (Schutz vor Negativem), Süssgras (Schönes einladen), Yerba Santa (den Altar heiligen/abgrenzen).

Rituale der Indianer Nordamerikas

 

Rituale bedeuten Kraft. Sie versprechen Schutz und die Erfüllung unseres Sehnens. In schwierigen Situationen geben sie Halt. Indianer sagen, Rituale erneuern unsere Verbindung mit dem grossen Geist und Mutter Erde. Es gibt auch Rituale für die Sonne, unseren Vater laut der Philosophie der Naturvölker. Die Mutter Erde, in den Augen dieser Menschen ist sie ein lebendiges Wesen und sie liebt es, wenn wir trommeln.

Praktisch alles, was Indianer tun, ist ein Ritual, denn es hat eine Bedeutung, einen Sinn und einen Zweck. Egal ob es sich um Perlenstickerei handelt, das Anzünden eines Feuers, das Aufstellen eines Tipis, diese Handlungen folgen alle einem fixen Ablauf und dienen der Stärkung des Geistes, des Körpers, der Verbindung mit dem Heiligen und dem Volk.

 

Gebet für die 4 heiligen Richtungen

Wir wenden uns dem Osten zu – der heiligen Richtung für das Erwachen, Unschuld, Aufrichtigkeit, Erneuerung, Spontaneität  und der Fähigkeit, an das Unsichtbare zu glauben. Diese Himmelsrichtung steht auch für unsere Kindheit, Frühling, Schutz und die Erde, der Adler ist ihr Bote. Aus dieser Richtung kommt das Licht der Welt (Sonnenaufgang). Jedes Mal wenn wir neu beginnen, unsere Perspektive ändern, die Dinge im grösseren Zusammenhang betrachten wollen oder Hoffnung benötigen, wenden wir uns in diese Richtung und sagen zum Beispiel:

„Möge dieser Tag voller Hoffnung, Mut und Kraft sein, möge die wärmende Kraft des Geistes uns die Möglichkeit geben, andere Menschen zu akzeptieren, ohne zu kritisieren.“

Wir wenden uns dem Süden zu – der heiligen Richtung für die Fülle, das Herz, der Grosszügigkeit, der Treue und der Liebe zwischen zwei Menschen. Diese Himmelsrichtung steht auch für unsere Jugend, für physische Kraft und Vitalität, unseren Körper und seine Sinne, unsere Gefühle, Musik, den Sommer, Nahrung und das Element der Luft, einer ihrer Boten ist der Puma. Jedes Mal wenn wir meinen von unseren Gefühlen überwältigt zu werden, wenden wir uns in diese Richtung und sagen zum Beispiel:

„Heilige Richtung der Kraft, gib mir die Fähigkeit, mit meinen Gefühlen umzugehen, sie zu zähmen und sie zu meinem und zum Wohl der anderen Menschen einzusetzen.“

 

Wir wenden uns dem Westen zu – der heiligen Richtung der Herausforderung, des Unbekannten, des Traumes und der Meditation. Diese Himmelsrichtung steht auch für die Phase des Erwachsen-Seins, Prüfungen, der Macht, der Kraft des Gebets, Herbst, Wachstum und Wasser, ihre Boten sind der Bär und die Schildkröte. 

 Aus dieser Richtung kommt die Dunkelheit (Sonnenuntergang). Jedes Mal wenn wir Ausdauer und Beharrlichkeit brauchen, um unser Ziel zu erreichen, wenden wir uns in diese Richtung und sagen zum Beispiel:

„Möge die Richtung des Westens mich lehren, mich selbst zu kennen und mich anzunehmen wie ich bin.“

 

Wir wenden uns dem Norden zu – der heiligen Richtung des Gleichgewichts und der Weisheit, der Vollendung und der Erfüllung. Hier lernt der Reisende des Lebens, dass Alles ein Ende findet. Diese Himmelsrichtung steht auch für das Alter, das Loslassen, die Ganzheit, den Winter und das Feuer, ihre Boten sind der Bison und die Maus. Jedes Mal, wenn wir uns leer fühlen, wenden wir uns in diese Richtung und sagen zum Beispiel:

„Hilf mir, heilige Kraft des Nordens, loszulassen von Gefühlen, die meinen Verstand verdunkeln. Lass mich hervortreten aus der Dunkelheit und Wege erkennen, die meinem Selbstverständnis und dem Erreichen meiner Ziele dienen.“

Diese 4 heiligen Richtungen des Medizinrades finden sich in beinahe allen Kreissymbolen der Stämme Nord- und Südamerikas, auf Körben, Perlenwebereien, uralte Medizinradsymbole wurden im gesamten Kontinent Amerikas auf Wegen und an Kraftorten gefunden.

Gemeinsam bauen wir ein Medizinrad mit den heiligen 4 Aspekten.

Nun betrachten wir den Kreis mit den Kindern, er symbolisiert nicht nur die 4 Richtungen, also die Wanderung des Menschen im Kreislauf des Lebens, sondern auch Harmonie und Ganzheit. Wenn wir im Kreis sitzen (siehe Ältestenrat der Indianer) nimmt jeder denselben Stellenwert ein. Alles versucht, rund zu sein

Unter diesem Aspekt können wir nun auch den Traumfänger neu betrachten. Der Traumfänger ist ein Symbol, der sich auf die Träume bezieht. Indianer werten nicht, das heisst sie unterteilen ihre Träume nicht in „gute“ und „schlechte“ Träume. Die allgemein verbreitete Ansicht, der Traumfänger könne „schlechte“ Träume abhalten, ist daher westlichem Denken entsprungen und entspricht nicht der eigentlichen Tradition. Gemeint ist der Traumfänger als Schutzschild vor dem Unbekannten der Traumwelt, die für die Indianer sehr real ist (kein unterdrücktes Unterbewusstsein oder so). Das Ritual des Aufhängens eines Traumfängers bedeutet: möge dieser Schlafende sanft in die Traumwelt geleitet werden. Was auch immer ihm dort begegnet, kann ihn nicht ängstigen, alle Träume sind zu etwas gut. Möge er etwas von dort mitbringen („gute Träume“), das ihn weiterbringt auf seinem Pfad des Lernens und Verstehens.